eindrücke

Die Zeit rast – nun geht es bald wieder nach Deutschland. Derweil hat sich hier so einiges getan. Zu viel um es alles aufzuschreiben. Schreibe ich doch schon an diesem Stück hier seit ein paar Wochen und es will und will nicht fertig werden. Oftmals sind es Eindrücke, kurze Momente, die ich mit euch teilen möchte. Wo ich denke, ach was würde ich geben, wenn ihr das sehen könntet. So will ich heute von Momenten schreiben.

Morgens, fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Der Mittelstreifen, gekennzeichnet durch Rasen/Blumenbeet. Noch auf der Straße gegen die Bortsteinkante gekuschelt, die die Rasenfläche umrandet liegen Kopf an Kopf, zwei Straßenkinder. Vielleicht 9 oder 10 Jahre alt, sind sie noch am schlafen und lassen sich nicht von den vorbeirasenden Bagadges und Autos stören.

Gestern, sah ich wie ein Straßenkind dem anderen aus dem Regengraben half (der zum Großteil des Jahres trocken ist). Überdeckt mit Betonplatten, bildet das Wassersystem ein einigermaßen geschütztes zuhause für Awassas Straßenkinder. Die Schlitze durch die die Straßenkinder kriechen sind zu klein für Erwachsene und so sind sie dort relativ sicher vor Soldaten und erwachsenen Obdachlosen. Außerdem bildet es ein perkeftes Fluchtsystem für die kleinen Staßenräuber. Die die Opfer ihnen nicht durch die engen Gräben folgen können. Doch wenn der Regen kommt…

Ab der Mittagszeit sieht man überall Mädchen und Frauen an der Straßenecke hocken vor einem kleinen Holzkohlegrill – gegrillte Maiskolben kriegt man hier für zwei Birr – super lecker. Und dann sind da noch die Kaffestände – die – wenn man sich nur immer selber sagt, dass das Wasser ja aufkocht – den besten Kaffee überhaupt haben.

Nicht zu vergessen sind die Affen, die sich auf den Weg zum See machen und über die Straße wetzen. Zwei kleine und Mutter hinterher – („no Child left behind“). Eigentlich sind es ja Meerkatzen. Doch manchmal sieht man auch die großen, schwarz-weißen Kollobos durch die Bäume turnen.

Und was habe ich in den letzten Wochen getrieben?

Auf der Arbeit habeich die Bücherei fertig gestellt und mit einer Studie angefangen über die Probleme von NGOs in Awassa. Das heißt das Shewa (meinKollege) mit dem Motorrad durch Awassa kurven und eine Ngo nach der anderen Interviewen. Heute ist jedoch der letzte Tag von den Interviews. Nächste Woche müssen die dann alle ausgewertet  werden und dann geht es auch schon wieder Richtung Deutschland.

Auf dem Compund  ging’s auch gut rund. Siehe weiter unten. Aber dazu kam noch, dass Fikirte’s  (meine Vermieterin) Schwester aus England gekommen ist. Ihr gehört der Compound eigentlich und nicht Fikirte. Magda ist total nett aber war die meiste Zeitunterwegs um die anderen Häuser zu begucken, die ihr gehören (hat einen reichen Briten geheiratet).

Sonst bin ich in den letzten Wochen ein wenig herumgekommen.

Zuerst waren wir in Wondo Genet. Schon die  Fahrt dorthin war ein Abenteuer. Wir haben den letzten Platz im Minibus bekommen, d.h. zu zweit einen Platz.  Das hielt den Fahrer aber nciht davon ab noch massig mehr Leute mitzunehmen. Die Straße wird nämlich gerade neu gebaut (d.h. nicht das sie in einem super Zustand ist sodnern eher, dass eine Achterbahnfahrt im Fahrpreis mitinbegriffen war). Da orrt gerade Bauarbeiten sind, gibt es dort keine Verkehrspolizisten, die die Anzahl der Fahrgäste kontrollieren und so wird munter gestopft. Es war aber ganz lustig. Neben uns saß eine junges Pärchen mit ihrem Baby. Ich habe ihnen erstmal meine Tache gegeben, damit das Baby wenigstens etwas geschützt ist. In Wondo Genet angekommen ging es dann mit der Pferdekutsche (die dortigen Taxis) weiter Richtung heiße Quellen. Unser Fahrer war ein 12 jähriger kleiner Junge der in den Schulferien so das Familienbudget aufbessert. Aber dann mussten wir nochmal umsteigen. Diesmal ging es mit einer der Badgages weiter. Ich hätte wirklich nie gedacht,d ass dort 9 Leute hereinpassen plus Baby. So auf den ersten Blick hätte ich jetzt 5 geschätzt – geequetscht. Aber man wird immer wieder überrascht. Nach weiteren 10 Minuten sind wir endlich in am Hotel. Die haben nämlich das heiße Wasser der Quellen in einen Pool und in die Duschen geleitet. Aber bevor wir schwimmen gehen wollen wir uns den Urspung der Quellen anschauen. Nach wenigen Minuten haben wir auch schon professionele Führer gefunden (siehe Foto), die uns dorthin führen. Einwenig angenervt von der Ferenghi, die doch immer stehen bleibt und Fotos von der schönen Landschaft machen muss ;) – führen sie uns auch sicher zum Ursprung der Quelle. Dort ist das Wasser 85 Grad heiß und die Leute kommen hierin und kochen Mais und Eier in dem Wasser. Dann geht es zurück zum Pool. Juchuuu . das erste Mal das ich in Afrika schwimmen kann. In den Duschen ist das Wasser noch richtig heiß – im Pool angenehm warm. Zuerst sind wir im Nichtschwimmerbecken wo viele Erwachsene einander das Schwimmen beibringen. Wobei man nicht so genau weiß, ob es da ums schwimmen oder ums flirten geht. Zumeist opfert sich ein muskelbepackter junger Kerl auf um dem armen Mädchen beizubringen, wie man schwimmt. Wir probieren natürlich auch das tiefe Becken aus – damit ich auch noch zum schwimmen komme. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei und zum Glück treffen wir jemanden den wir kennen und der uns bis nach Shashamene mitnehmen kann. Mit dem Minibus von dort nach Awassa ist es nur noch eine viertel Stunde.

Am nächsten Wochenende waren wir auf einer Taufe eingeladen. Zur Kirche sind wir dann aber doch nciht hingegangen (das hatte auch keiner erwartet), da die Messe schon um 5 Uhr morgens anfing. Der Priester ist schon ab ein Uhr morgens mit beten beschäftigt. Als wir dann so gegen 11 Uhr dort waren habe ich mich gewundert, wo denn die ganzen Leute sind. Da hat Teddy mich aufgeklärt, dass hier die Leute über den Tag verteilt kommen. Für ein Stündchen oder so bleiben und dann wieder gehen. Wenn man bedenkt, dass das Haus aus Wohnzimmer (so groß wie Sophias Zimmer jetzt) Schlafzimmer und Küche und sicherlich auch irgendwo Badezimmer bestand – ist das ach nicht weiter  verwunderlich. Es war aber trotzdem nett. Es gab selbstgemachte Cola, Injera (was auch sonst) mit Shiro und Hähncheneintopf (Nennt sich hier Wot) und leckeres Brot, gesegnet vom Priester. Am nächsten Tag sind wir zum Langanosee gefahren, dem einzigen See in Äthiopien in dem man schwimmen kann ohne sich irgendwelche Parasiten einzufangen oder von Krokodilen gefressen zu werden. Und es gab einen Strand – das dieß, dass ich mich auch endlich mal sonnen konnte und nicht ganz kalkweiß aus Afrika wiederkommen. Das Wasser sieht aus wie schwarzer Tee mit Milch – die Beschreibung vom Lonely Planet Reiseführer – der Lanaganosee ist eine riesige Teetasse – passt also hevorragend.

Und danach ging der Rummel los. In Awassa gab es eine Studentenkonferenz von der Kirche organisiert in der meine Vermieterin ist. 5000 Studenten. Und 150 sind für eine Woche jeden Tag zum Mittag und Abendessen zu uns gekommen. Nur waren es eher wenige Studenten sodern mehr die Organisatoren. Also habe ich mich für eine Woche so viel wie möglich woanders aufgehalten.   Es wäre ja noch ganz interessant gewesen, wäre ich nicht aufeinmal wieder der Ferengh gewesen. „Oh was machst du denn hier?“ „Wer hat dich denn eingeladen?“ „Ich wohne hier!“ Ansonsten war der Hof immer meine Oase der Ruhe gewesen. Und auf einmal warich wieder die Fremde. Naja, aber jetzt ist sie ja vorbei. Und es waren nur 5 Tage an denen ich dort war, denn von Freitag auf Sonntag sind wir nach Arba Minch gefahren. Das war einfach nur schön.

Den Freitag hatte ich frei bekommen. Morgens mussten wir schon um 5 Uhr den Bus nehmen und um 6 Uhr fuhren wir los. Das Problem ist, dass es zwei Busse nach Arba Minch gibt. Die stehen so an halb fünf am Busbahnhof und wenn der erste voll ist, dann fährt der ab. Das kann um 5 sein, dass kann aber auch um 6 sein. Danach wird der zweite Bus gefüllt. Und wenn der voll ist, dann gibt’s keine Busse mehr nach Arba Minch. Also will man lieber recht früh dort sein.

Erst ging es recht gut voran – um 9 haben wir für 20 Minuten eine Pause gemacht. Kurz danach würde die Straße holprig und holpriger und dann gab es keine Straße mehr sodnern nur noch Schotter. Das war so ungefähr auf der Hälfte der Strecke (250km). Und als Teddy meinte, die Straße bleibt von jetzt an so – da dachte ich erst, das wäre eine schlechter Scherz – nur das es kein Scherz war. Mal davon abgesehen, dass ich nach einer halben Stunde meinen Hintern nicht mehr spüren konnte, war die Fahrt sehr interessant. Man sieht einfach sehr viel von dem Landleben. Wie die Äcker noch mit dem Ochsen geplügt werden (und nein nicht mit einem Metallpflug sondern mit einem Stock, der am Ochsen befestigt ist und an dessen ende eine armselige Metallspitze ist. ) Und als wir uns Arba Minch näherten gab es dann riesige Bananenplantagen.

Um drei Uhr Nachmittags waren wir dann endlich da. Und dann kam auch schon die nächste katastrophe – das Touristenhotel war ausgebucht. Uns wurde die Pension nebenan empfohlen. Die war naja. Zum essen sind wir dann zum Hotel gegangen und dort wurde uns gesagt das ein Stückchen weiter es nocheine andere Pension gibt. Die haben wir dann ausprobiert und die war wirklich super. Die Zimmer waren sauber. Es gab sogar Klopapier und sie haben sogar ein Handtuch gebracht. Wow! Leider haben wir das Geld vond er anderen Pension nicht mehr wiederbekommen. Dann haben wir den Zimmerschlüssel einfach einem verzweifelten Touriführer gegeben, der gerade nach einer Unterkunft suchte. Am Freitag haben wir nicht mehr viel gemacht. Abends sind wir wieder ins Hotel gegangen (Die haben einfach eine wunderschöne Gartenanlage) um dort etwas zu essen. Ein kleiner Affe sprang dort auch herum und versuchte vergeblich etwas Wasser aus der wasserkanne zum Händewaschen zu bekommen. Und Seife, musste er feststellen schmeckte auch nicht besonders gut.

Am nächsten Tag beim Frühstük habenwir dann erfahren, dass noch ein Zimmer freigeworden ist. Das hieß also nocheinmal umziehen. Am Nachmittag  sind wir dann zum Krokodilsee gefahren um dort eine Bootstour zu machen. Das war einfach nur cool. Da willi ch wirklich die Bilder für sich sprechen lassen. Und gar nicht mehr viel sagen.

Zum Mittagessen sind wir dann zu einer Lodge gefahren die einfach einen atemberaubenden Ausblick auf die Berge und die beiden Seen hatte. Als wir das Essen bestellen wollten, sagte uns der Kellner dann, dass wir wegen den Affen drinnen essen sollten. Ich sagte ihm dann,d ass wir Affen gewohnt sind und das kein Poblem sei (In Awassa im Wabe Schabele versuchen einem Sffen schließlich auch immer das Essen zu stehlen). Naja das Essen kam und der – ein Affe kam – ein ausgewachsener Pavian (Siehe Foto). Das ist nun doch eine andere Größenordnung wie undere kleinen Meerkatzen und wir sind dann doch zum Essen hereingegangen.

Auf dem weg zurück ins Hotel sahen wir dann eine Beerdigung. Die Frau vor uns im Minibus erzählte, dass seien zwei Studenten, die gestern nacht ausgeraubt uns erstochen worden sind. Es war eine riesige Prozession dem Wagen mit den beiden toten Studenten folgte. Den rest des Tages haben wir auch im Hotel verbracht. Arba Minch ist nicht gerade sehr schön und die Einwohner sind Ferenghis nicht gerade freundlich gesinnt selbst wenn man von Äthiopiern begleitet wird. Dafür konnten wir dem Affenbaby und dem äthiopischen Rehkitz (siehe Foto) beim fangen zu sehen. So süß. Erst rennt das Äfchen hinter dem Reh her, zieht ihm am Schwanz, das Rehkitz dreht sich um und jagd dem Affen hinterher und so geht das weiter bis die beiden sichen ausgepowert haben. Dann kam Mama Reh an und hat das Kleine gewaschen. Jaja ich weiß was jetzt kommt ;) – simple minds easily amused.

Sonntag mussten wir zum glück nicht ganz so früh aufstehen. Diesmal sind wir über Sodo gefahren und sind dort umgestiegen in einen Bummelbus nach Awassa. Der Bus danach wäre einer der schnelleren Izuzus gewesen, das Problem war nur das selbst nach anderthalb Stunden der erste Bus nicht voll wurde. Und dann wollten wir gar nciht wissen, wie lange es dauern würde um den zweiten Bus zu füllen.

Das war letztes Wochenende. Und nun ist schon wieder Freitag. Mein vorletzter Freitag. Aber nächstes Wochenende geht es in die Hauptstadt nach Addis. Jaja, die Zeit ist so schnell vergangen. Und es gibt noch soo viel mehr zu erzählen.  Aber das soll erstmal reichen. Und nun sollt ihr die Fotos genießen – die sich über die letzten Wochen angesammelt haben…

Im Café am See mit Fikirtes Schwester:

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Wondo Genet:

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Vorbereitungen für die Studentenkonferenz:

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P1060822P1060848Klein Woldemichael:

P1060639Langano:

P1060737P1060757Arba Minch:

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Leben in Äthiopien

Hallöle! Versuche nun schon seit anderthalb Wochen neue Fotos hochzuladen, aber das Netz war leider zu schlapp. Nun sollte es aber klappen.P1060195Bei der Äthiopischen Kaffeezeremonie weden die Kaffebohnen ganz frisch geröstet.

P1060211Dann gestampft und hinter her in der schwarzen Kanne zubereitet. (Das ist nicht die Ausnahme sondern dieRegel. Die wenigsten kaufen fertig gerösteten oder gemahlenen Kaffee.)

P1060270Elsa ist mal wieder ein Schatz und macht uns am Abend auf unserem Hof noch einen Kaffee. Sie wohnt mit ihren beiden Kindern in der Wellblechhütte, die man im Hintergrund sieht.

P1060177Und das ist unser Hof. Else am Wäsche waschen. Hinten rechts neben der Wellblechhütte ist dei Kochstelle (Ja hier wird meistens über dem offenen Feuer gekocht. Hinten links wo die Tür offen steht wohne ich. Und unter dem Avokadobaum sitzen wir oft zu Mittag oder abends nach der Arbeit.

P1060184Gewürze werden auch noch in Handarbeit hergestellt.

P1060187Und diese Affen haben den Nachbarn das Brot geklaut.

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Das wäre der Äthiopische Lastwagen.

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Un dies ist eine traditionelle Bar. Nein, die Bars sehen hier nicht alle so aus. Eigentlich ist dies die einzige, die so aussieht. Die anderen sehen eher ziemlich westlich aus. Aber das sieht eindeutig besser aus ;) . Der mann mit dem öthiopischen Instrument geht von TIsch zu Tisch und macht sich über die Gäste lustig. Erst wenn man ihm ein, zwei Birr gibt, geht er weiter zum nächsen Gast. Fairerweise können aber auch die Gäste Verse reinrufen.

BILD0615Und das sind die berühmten Badgages mit denen man für 1-2 Birr sich überall in Awassa hinbringen lassen kann. Im HIntergrund sieht man die orthodoxe  St. Gabriel Kirche. Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten Awassas.

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Und dafür ist Awassa wirklich bekannt. Der wunderschöne See (in dem man leider, leider nicht schwimmen kann bzw. sollte, viele Einheimische benutzen das Wasser trotzdem für alles). Oh und was da fliegt ist übrigens ein Pelikan (ich weiß, ich kann euch viel erzählen, vie lerkennen tut man ja nicht. Ist es aber wirklich;).)

P1060171Das wäre dann mal meine Küche (Ich weiß doch, dass meine Familie bestimmt wissen will, wie ich denn so wohne;).)

Ich hoffe, sie gefallen euch. Bis bald – Farina

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Fotos

P1060096P1060106P1050926P1060010P1060053Hier sind schon einmal die ersten Fotos. Wenn ihr drauf klickt, dann kommt noch eine Beschreibung (hoffentlich). Bald folden weitere. So viele werden es aber nicht werden, da es ewig lange dauert, die hochzuladen.

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Living the Life ;)

Also hat es doch ein wenig länger gedauert, bis das ich es geschafft hätte weiterzuschreiben. Wir haben es mittlerweile Samstag morgen. Die Sonne scheint und lädt eigentlich dazu ein, am See spazieren zugehen (Habe ich erwähnt, dass man in dem See nicht schwimmen kann? Falls nicht hole ich das hiermit nach). Da wir aber gerade Strom haben, wollte ich dochmal die Zeit nutzen um euch zu schreiben.

Jaja, der liebe Strom. Seit Montag haben wir leider nicht mehr diesen Zuverlässigen Rythmus von einen Tag Strom, den anderen keinen. Jetzt ist es nur noch sporadisch. Meistens morgens ein wenig, dann Nachmittags keinen und irgendwann Nachts. Deswegen bin ich auch mit der Bücherei noch nciht soweit, wie ich eigentlich sein wollte. (Ich wolle ja eigentlich diese Woche damit fertig sein). Da wir aber zu den Arbeitszeiten fast die ganze Woche keinen Strom hatten, konnte ich halt nicht sehr viele Bücher registrieren. Hoffentlich wird es nächste Woche wieder besser.

Es ist aber nicht so schlimm, wie es sich an hört ;) . Abends treffen wir uns oft auf dem Hof, trinken Tee und quatschen bis um 10 oder so. Oder ich treffe mich mit Katrin (Jutta war diese Woche in Addis) und wir trinken am See noch ein Bier nach der Arbeit. Letztes Mal haben wir noch den Besitzer getroffen, den Katrin auch ganz gut kennt und haben uns mit ihmn unerhalten. Er hat uns ziemlich viele Geschichten von den Affen erzählt, die wirklich nur Unsinn um Kopf haben. Einmal hat ein Affe  einem Gast das Portemonnaie geklaut und ist damit auf den Baum verschwunden. Hat eine Birrnote nach der anderen herausgeholt und sie runtergeschmissen. Zum Schluss zog er dann eine 100 Birrnote heraus zerriss sie in kleine Fetzen und schmiss ein Fetzen nach dem anderen nach unten. Was sagt uns dass? Passt blos gut auf unsere Sachen auf. Bevor  sich der Besitzer zu uns gesellt hatte, da war ein Affe auch schon an meiner Tasche zugange und war gerade dabei den Reisverschluss aufzumachen als ich ihn dann verscheucht habe. Der Abend war aber insgesamt sehr nett. Unsere Rechnung ging aufs Haus und eigentlich wollte der Besitzer uns noch zum Essen einladen, aber dazu war leider keine Zeit mehr. Das wollen wir dann einander mal nachholen.

Mein amharisch wid auch täglich ein wenig besser. Habe schließlich eine Menge Freiwillige, die mir jeden Tag ein wenig mehr beibringen. Im Büro, ist es Birtukan, die Sekretärin und Buchhalterin. Auf dem Hof, Ato (der ältere Äthiopier) und Mole (kommt fast jeden Tag zu Besuch). Und Chuchu, wenn ich ihn mal sehe. Und solangsam gewöhne ich mich auch an die örtlichen Gepflogenheiten. Injera nur mit der rechten Hand zu essen. Und Wosh.  Das ist eine äthiopische Sitte, de unter Freunden gemacht wird und sehr komisch ist (ist mir auch erst einmal passiert). Und zwar wird dann der Gast von dem Gastgeber mit der Hand gefüttert. Und zwar gibt es zwei Happen Injera, denn einmal bedeutet Streit. Der, der gefütter wurde, nickt dann mit dem Kpf und sagt „Amesegnalo“ (Danke). Sowieso wird hier viel mit den Fingern gegessen. Nirmala, die Inderin, die hier wohnte, ist heute zurück nach Indien geflogen und am Dienstag hat sie alle vom Hof Eingeladen zum Essen. Sie hat gekocht. Als der Tish gedekct wurde, dachteich, da fehlt doch irgendwie das Besteck – weit gefehlt, Reis kann man auch mit den Fingern essen. (Da man vieles mit den Fingern ist, wird auch viel Wert aufs Händewaschen gelegt!!!). Ich schätze mal, dass sich die anderen gut über mich amüsiert haben. Nicht dass, ich nicht nur sehr viel langsamer war, wie der Rest sondern auch, dass alle anderen dabei immernoch elegant wirkten und ich, glaube ich, wirklich unbeholfen wirkte. Aber Übung macht den Meister und solangsam werde ich besser (Aber keine Sorge, wenn ich nach Hause komme, werde ich immer noch mit Messer und Gabel umgehen können ;) ).

Dann hätte ich auch noch beinahe meine deutsche SIMkarte verloren. Meine Maid (Ich wollte eigentlich nur jemand, der mir die Wäsche einmal pro woche macht, aber jetzt kommt sie trotzdem jeden Tag und macht meien Wohnung sauber – ich beschwer mich nicht – auch wird es von einem Ferengi erwartet, dass er jemanden einstellt sonst ist er bei den Äthiopiern schnell unten durch – und die 7.50 EUR im Monat kann ich auch noch verkraften – und es ist echt angenehm, wenn man von der Arbeit kommt: Das Bett ist gemacht, Geschirr gespült – wenn man hinterher nicht abwaschen muss macht kochen gleich doppelt soviel Spaß, neues Wasser in den Behältern – wir haben immer noch kein fließend Wasser).  Ich glaube ich sollte den Satz nochmal neu Anfangen… Also meine Maid hat nämlich gedacht es sei Müll und sie weggeschmissen. Ich habe auch nicht sofort bemerkt, dass sie weg war. Und als ich es dann gemerkt habe, da war der Müll schon abgeholt worden (Nein, es gibt keine Müllkippen oder Mülltrennung – der Müll wird hier leider verbrannt). Aber woe es der Zufall so wollte, hhat Abato (der kleine ein jährige Junge) wohl im Müll rumgewühlt und die SIMkarte herausgeholt (glitzert ja auch so schön golden) und sie dann vor Nelofers Wohnung (das indische Ehepaar) fallen gelassen. Die haben sie dann gefunden und aufbewart – nichtwissend, dass sie mir gehört und mir gegeben, als sie sahen,d ass ich nach ihr suchte.  Da sagt man nur – Schwein gehabt.

Gestern, sind Katrin und ich einmal um den See gefahren um zu einer Schule zu kommen, die eine NGO in einem Dorf errichtet hatte. Zwei Äthiopier von einer Menschenrechtsorganisationw aren auch mit dabei. Die Fahrt war alleine schon aufregend. „Straßen“ waren eher trockene Flussbetten  und ein ums andere Mal mussten wir umdrehen und uns einen neuen weg mit dem Jeep suchen. Wellblechhäuser wurden zu Rundhütten, mehr und mehr Kühe, Esel und Ziegen bevölkerten die „Straßen“ und Katrin und ich wurden mehr und mehr zur Attraktion. Kinder sind hinter dem Jeep hergerannt und versuchten hinten auf die Ablade zu springen. Irgendwann waren wir dann dort. Direkt von einer Schar Kindern umgeben – und nach ein paar Minuten von halben Dorf haben wir die Schule begutachtet. Ein gebäude aus Bambusstangen und Matsch mit wellblech als Tür und Fenstern. 4 Klassenräume für 759 Schüler. Die Klassenräume 4×6 Meter groß, müssen an die 100 Schüler umfassen. Die regierung stellt den Lehrer und Schulbücher aber die Schule selber musste von Hilfsorganisationen gebaut werden. Jetzt soll das existierende Gebäude mit Zement abgedichtet werden, da der Regen anfängt, die Wand aufzulösen. Ein zusätzliches Gebäude soll auch gebaut werden.

Der Regen ist ein weiteres Thema – oder viel mehr der nicht kommende Regen. Zwar Regnet es mal zwischendurch, aber die Regenzeit hat so richtig noch nciht angefangen. Was ich erst al ganz angenehm empfungen hatte ist aber eher von zweiseitiger Natur. Ohne Wasser, keine Nahrung und wenn der Regen nicht bald kommt wir hier die Nahrungsmittelversorgung im Oktober echt schwierig werden. Die Preise, sagen mir die Äthiopier, sind sowieso schon in die Höhe geschnellt. Eine Mango hat vorher 50 cent gekostet und nun ein Birr. Was für uns immer noch spottbillig erscheint ist hier viel Geld. Hinzu kommt die Inflation, die zusätzlich die Preise in die Höhe treibt. Armut sieht man jedenTag. Kinder, die eigentlich in die Schule gehören, hüten die Kühe. Letztes Wochenende ist uns ein kleines Mädchen – höchstens 5 Jahre – entgegengekommen. Völlig verweint, ob wir denn ihre Kuh gesehen hätten. Ich hoffe sie hat sie gefunden, sonst – sagte man mir – gibt’s zu Hause Prügel. Das Leben ist nicht einfach hier – aber es geht weiter. Was Hoffnung schafft ist, dass die Menschen trotzdem das Lachen nicht verlernt haben.  Und es gibt Menschen, die sich einsetzen. So zum Beispiel Mole’s Bruder. Vor ein paar Jahren hat er angefangen die armes Kinder aus der umgebung zu unterrichten , deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten konnten – natürlich ohne Geld dafür zunehmen. Zuerst unter einem großen Baum. Vor einem Jahr, dann kam eine Engländerin von einer Hilfsorganisation vorbei und hat ihn zufällig unter dem Baum gesehen mit den Kindern. Die Hilfsorganisation haben ihm  dann eine Hütte verschafft. Die Kinder kommen früh morgens krigen mittlerweile sogar Frühstück dort. Das Projekt ist gewachsen, die anzahl der Kinder auch. Was fehlt sind Lehrer. Er hat mich schon gefragt, ob ich nicht Zeit hätte. Ich sagte, ich wurde liebend gerne die Kinder unterrichten, aber ich muss leider selber beibringen. Also falls jemand von euch Zeit und Lust hat für ein paar Monate nach Äthiopien zukommen. Mole’s Bruder wäre sehr dankbar.

Es gibt noch so viel zu erzählen, aber ich kann hier leider nicht alles hereinstellen. Dafür gibt’s dann mehr, wenn ich wieder zu Hause bin .

Und ich möchte euch nicht in einer depressiven Stimmung zurücklassen. Heute gehe ich noch zu Jutta’s und Thomas‘ Geburtstagsparty. Um vier geht’s los. Und Maike, ist jetzt auch für eine Woche aus Addis hier. Vielleicht kommen wir mal dazu zusammen rauszugehen. Yared, den Künstler, habe ich gestern auch wiedergetroffen (Der mit dem Affen als Haustier). Nächstes Wochenende wollen wir vielleicht auch mal zusammen raus. Mal schauen, was draus wird. Achja und ich habe einen neuen wecker (nicht, dass die Affen und die Hunde schon genug wären – aber ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt und schlafe gut und vor allem auch durch), einen Hahn. Der hat sich entschieden ab heute morgen halbsieben zu krähen. Aber es ist auch irgendwie ganz nett – ich meine wenn man so um 10 ins Bett geht, dann hat man auch schon genug Schlaf gehabt.

So mein Margen knurrt… ich werde mal sehen, wie das mit den Bildern aussieht (Ihr werdet es daran merken, ob unten Bilder sind oder nicht) und mich dann mal um mein Mittagessen kümmern.

Alles Liebe aus dem Land mit 13 Monaten Sonnenschein (Ja 13, da die hier einen anderen Kalender haben)!

P.S.:Okay… das mit den Bildern hat nicht geklappt. Michi!!! Es kommt immer die Fehlermeldung, dass es keine Zulässige Win32-Anwendung ist. Hab alles so gemacht, wie du sagtest….Help!

P.P.S.: Habe doch keinen neuen Wecker mehr… Elsa hat mich gerade gerufen, ob ich nicht Kaffee wolle und dann kam das indische Ehepaar, hat den neuen Hahn und die beiden Hennen genommen und geschlachtet :( (. Das war echt schlimm. Hat gehört, wie die geschrien haben (hab natürlich weggeschaut, aber die Geräusche waren schon genug – traditionell Muslimische Schlachtung. Ato, der orthofdox ist – hat nur den Kopf geschüttelt, sich bekreuzigt und meinte: „Also bei uns geht das aber anders, schneller!“ Na da ist mir der Appetit auf’s Mittagessen aber gründlich vergangen und ich hatte dochschon Reis aufgesetzt (Ich kann jetztReis kochen ;)

P.P.P.S.:Achja, falls ihr Rezepte habt immer her damit. Meine Zutaten sind aber beschränkt auf Avocados, Maiskolben, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Tomaten, Mangos, Bananen, Ananas, Papaya, Bohnen, Kohl und Gewürze. Ach ja, Reis, Nudeln und rote Linsen gibt’s natürlich auch und ein paar Konservendosen. Sahne gar nicht, Milch und Joghurt schwer dranzukommen oh und einen Backofen habe ich auch nicht (Nicht so schlimm – Tiefkühlpizza gibt’s hier sowieso nicht.), aber einen Mixer habe ich (wenn Strom da ist). Momentan gibt’s bei mir nämlich Reis mir angebratenem – was-auch-immer da ist oder Nudeln mit was-auch-immer-da -st plus Ketchup. Zum Frühstück gibt’s natürlich Brot (mit Avocado meistens) oder Früchte.

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Am Einleben Teil 1

Döna Deratchu! (Guten Morgen, allerseits! In amharisch) Ich sitze gerade am Frühstückstisch in meiner kleinen Hütte (Nein, keine Bambus, oder Stroh, oder Lehmhütte sondern eine aus Stein und okay Wellblechdach) nachdem ich extra früh aufgestanden bin um euch noch vor der Arbeit zu schreiben da wir heute Strom haben. Endlich kann ich mir auch Kaffee kochen. Nemala, die Inderin, die hier auch auf dem Hof wohnt hatte nochso eine Espressomaschine übrig, die sie mir geliehen hat. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es hier den besten Kaffe gibt? Es gibt ihn. Das ist ja auch eigentlich nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Äthiopien das Ursprungsland des Kaffees ist und Awassa liegt nur ein paar Kilometer von der Kafaregion entfernt (der ursprünglichen und auch heute noch bedeutensten Kaffeeregion Äthiopiens.) Also sitze ich hier direkt an der Quelle. Zusammen mit einem Avocado-Marmeladen Brot (eine meiner neuen Lieblingsspeisen) ist das Frühstück perfekt.
Heute morgen konnte ich mich sogar wieder in der „Dusche“ (der Teil des Badezimmers, der im Gefälle liegt – also ungefähr die Hälfte von den 2×1.5m) waschen (Nein, nicht mit der Dusche, Wasser gibt es irgendwie immer noch nicht), da gestern abend endlich das Wasser abgeflossen ist (nach zweieinhalb Tagen – angeblich soll das daran liegen – haben mir die deutschen Kollegen gesagt – das die Abflussrohre hier nicht vernünftig verlegt sind.)
Seit Freitag, oder seit gestern (Montag – je nach dem ob man ab Fahrrad oder ab heiles Fahrrad rechnet) habe ich auch ein Fahrrad – juchuu. Freitag abend war ich mit ein paar Kollegen essen – die ich teilweise auch erst dort kennengelernt habe. Und einer wollte gerade das Fahrrad abholen, dass er Jannika (die Praktikantin die vorherin meiner Wohnung gelebt hat) geliehen hatte und dann meinte er, dass ich es auch behalten könnte, da er sowieso die meiste Zeit unterwegs ist. Am Nächsten Tag hat mich dann der ältere Athiopier, der hier jeden Tag zu Besuch ist und mir schon öfters geholfen hat und einer meiner vielen Amharischlehrer ist, zur Fahrradwerkstatt gebracht (der erste große Baum, wenn man bei mir links raus geht.) um meine Reifen aufzupumpen (für 25 äthiopische cent pro reifen – also umgerrechnet 2 Eurocent). Danach bin ich dann auch noch direkt einkaufen gefahren – fast ganz stressfrei – da man nicht so viel angesprochen wird.
Am Nachmittag hat mich dann noch die deutsche Familie angerufen, ob ich denn nicht vorbeikommen möchte und ob ich Lust hätte noch abends auf die Kinder auzupassen. Das Nagebot habeich natürlich gerne angenommen. Und wollte mich auf mein Fahrrad schwingen – nur leider hatteich einen Platten. Schöne Scheiße, dachte ich nur – war sowieso schon spät dran. Bin dann nochmal zu dem Jungen gefahren, weil ich dachte, dass es vielleicht bis zu deren Haus hält. Von meiner Pechsträhne verfolgt, habe ich dass Haus dann auch nach dreimaligem hoch und runterfahren der Hauptstraße in der heißen Nachmittagssonne – mit kreischenden Kindern am Rand („YOU!YOU!YOU!“ oder auch „One Birr!“ oder „Give me money!“) – nicht gefunden – mein reifen wurde auch immer platter. Letztendlich habei ch dann Thomas angerufen, dass er mir entgegen kommt. Als ich dann endlich dort war, war es auch sehr schön. Die kleinen haben auch abends friedlich geschlafen und Thomas hat mich abends wieder weggebracht und habaen mich eingeladen, mit ihnen am nächsten Tag in den Affenpark (Naturschutzgebiet wo eine Pavianherde und eine Kolloboherde lebt) zu gehen.
Sonntags haben sie mich dann um halb 10 abgeholt (um halb zehn ergreift die Familie normalerweise die Flucht am Sonntag, da neben ihnen eine orthodoxe Kirche ist die mehrere Stunden immer sehr laut am feiern ist). Der Park war auch echt schön. Natülich hat sich uns direkt ein selbsternannter Führer aufgedrängt. Das war in diesem Fall aber ganz gut, sonst hätten wir die Kollobos (Schwarzweiße Affen – mit einem langen schwarzen schwanz mit einem weißen Büschel am Ende – also so ähnlich wie Moritzes nur, mehr Büschel am ende ;) . Schöne Vögel haben wir auch gesehen (das wär was für die Opa – hier am Awassasee gibt es über 100 Vogelarten – einige von denen gibt es nur hier) – einen Eisvogel, einen Pelikan, Weißkopfseeadler und noch einige andere. Die Nilpferde haben wir leider nicht gesehen – aber wir haben sie schnaufen gehört – schon mal etwas ;) .
(Jetzt muss ich aber los zur arbeit – hoffe ich habe später Zeit weiterzuschreiben. Diesen Teil werde ich schon mal ins Netz stellen – Fortsetzung folgt)…

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Addis Ababa und Awassa, oder die erste Woche

Wie der Titel schon verrät bin ich nun seit einer Woche in Äthiopien – na gut morgen ist es eine Woche. Und leider muss ich schon vorwegnehmen, dass es keine Fotos geben wird, da die Internetverbindung zu schlecht ist und ich somit keine hochladen kann. Aber nun von Anfang an.
Donnerstagfrüh bin ich gut in Addis angekommen und wurde auch nett empfangen von Katrin und Jutta. Da es ja noch dunkel war, konnte ich nicht viel von Addis gesehen, als wir zum DED Gästehaus gefahren sind um noch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen. Dann haben wir bei einer deutschen Bäckerei gefrühstückt (das von einem bayrischem Pärchen geleitet wurde) und habe meine ersten Eindrücke von Addis bekommen: Chaos. Überall sind Menschen, Autos , Ziegen, Kühe, Eselkarren, Schafe. Überall wurde gebaut. Ein Zentrum oder erkennbare Viertel schien es nicht wirklich zu geben. Wellnlechhütten standen neben Hotels. Hier wurden Mangos angepriesen, dort flip flops. Ich wusste gar nicht, wo ich als erstes hinschauen sollte.
Am Donnerstag habe ich dann noch die DED Zentrale kennengelernt und natürlich auch die ganzen Mitarbeiter, die muss ich sagen allesamt auf anhieb sympathisch waren. Zu mittag gab es dann zum ersten Mal das national Gericht Äthiopiens: Injera. Es ist eine Art Brot, dass so aus sieht wie Pfannekuchen. Darauh wird dann Fleisch oder Gemüse oder eine Soße serviert. Man reißt etwas Injera vom Rand ab und isst damit die Beilage. Richtig – ohne Besteck. Danach hat mir die Koordinatorin vom zivilen Friedensdienst (das Programm in dem ich arbeite), dass Programm erklärt und auch die Civil Society Resource Center Association(CSRCA – dort würde ich dann in Awassa arbeiten). Abends sind wir dann noch mit mehreren Deutschen beim Thailänder essen gewesen – ohne Strom. Dass hatte man mir schon gesagt. Es gibtungefähr jeden zweiten Tag Stromausfall und fließend Wasser gibt es auch nicht immer. Es war aber auch ohne Strom sehr nett so im Kerzenschein. Danach sind wir noch auf einen Drink in eine Bar gegangen. Dort habe ich gemerkt, dass ich meine Sommersachen umsonst zu Hause gelassen habe da die meisten Frauen so gekleidet waren wie wir in Deutschland.
Am nächsten Tag sind wir dann nach Awassa gefahren. Die Reise war schon ein Erlebnis wert. Nach ein paar Wellblechhütten kamen dann irgendwann Rundhäuser, die Eselkarren wurden immer häufiger und bald schon wurden auch die Holzzäune durch Kakteenzäune ersetzt.
Awassa selbst war mir von Anfang an sypmathisch. Es war viel grüner und zwar auch chaotisch, aber nicht so sehr. Noch mehr Tiere auf der Straße und überall sah man die Badgages, das örtiche Fortbewegungsmittel. Für ein bis zwei birr also 10 bis 20 cent bringen diese motorisierten Dreiräder wo auf der Rückbank maximalö drei Leute platz haben, dich innerhalb von Awassa überall hin.
Das Wochenende über war ich bei einer Deutschen Familie mit zwei kleinen Kindern. Die waren wirklich super nett und ich konnte dort im Gästezimmer schlafen, dass im Garten stand. Der Garten war super schön, mit Mango-, Bananen- und Avocado Bäumen und – das Highlight – eine Riesenschildkröte nebst zwei kleineren Schildkröten und acht Babyschildkröten.
Am nächsten Tag sind wir alle zusammen zum See gegangen. Dort habe ich dann zum ersten mal die Affen gesehen. Die dort um einen herum turnen und versuchen, dir das Essen zu stehlen. Dann ging’s einmal durch Awassa durch um uns ein paar Wohnmöglichkeiten anzuschauen. . Der erste Anlauf war auch ein voller Erfolg. Wo ich dann auch am nächsten Tag eingezogen bin.
Häuser sind hier meist auf Compounds also um einen Minihof angeordnet. Einstöckig und mit Ein- Zwei zimmer Wohnungen zu vergleichen. Auf besagtem Compound lebte vorher eine deutsche Praktikantin die gerade am Morgen ausgezogen war. Mit auf dem Compund lebte die Besitzerin,eine alleinerziehende Mutter mit zei Kindern, ein indisches Ehepaar, eine andere indische Frau und noch eine alte äthiopische Frau. Und dann kehren hier noch immer ganz viele Freunde und Verwandte ein und aus. Also ist immer was los. Abends nach der Arbeiten treffen wir uns meistens auf dem Hof, trinken Tee oder Kaffee und quatschen etwas. Etwas nachteilig ist, dass man morgens entweder von dem Hahn oder von den Affen geweckt wird, die einem über’s Dach rennen. Aber hey, dafür brauche ich keinen Wecker ;) .
Am Montag war dann auch mein erster Arbeitstag und Katrin und ich haben besprochen, was ich denn so machen werde. Als erstes und da bin ich momentan noch dabei, habe werde ich die Bücherei auf Schuss zu bringen.
Mittlerweile hat auch die Regenzeit angefangen, dass heißt, dass es zwischendurch immer mal wieder regnet, dann aber die Sonne rauskommt und es immer noch angenehm warm ist.
Ach es gibt soo viel zu erzählen, undich wünschte, ich könnte Fotos hochladen. Bevor mein Akku leer geht – es ist mal wieder Stromausfall – will ich euch noch von dem Künstler erzählen, den ich beim Mittagessen getroffen hatte ( Da es soo billig ist irgendwo zu essen, war ich bis jetzt zu faul zum kochen ;) . ) Ich war gerade fertig mit dem Essen und da gesellte sich Yared zu mir. In meinem Alter nd der Sohn der Besitzer des Restaurants hatte er sich der Kunst verschrieben und mir dann auch gleich sein Studio gezeigt samt Haustier. Ein halbzahmer Affe. Er kletterte sofort bei Yared auf den Arm und kam dann auch zu mir. Und ist mir glatt auf den Kopf geklettert ( davon gibt’s auch Fotos).
Wie ihr sehen könnt gefällt mir Awassa sehr gut. Das einzige, was schon ziemlich nervig ist, ist dass man als Weiße immer auffällt und man keine 5 Schritte gehen kann ohne dass irgend jemand „ferenghi“ oder „You,you,you!“ ruft. Das hat mir heute auch leider ein wenig meinen ersten Ausflug auf den Markt verdorben (eine Mango ein Birr – ich dachte ich wär im Paradies. Zum umrechnen, ein Euro sind 15 Birr.) Aber, wenn ich dann da doch öfters hingehe werden die sich schon an mich gewöhnen – es geht also darum, wer den längeren Atem hat.
Also, alles Liebe aus Awassa und bis bald (ich verspreche, dass ich jetzt auch mal regelmäßiger schreiben werde ),
Eure Farina

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In Kairo

Juchuu es gibt W-lan. Nein, nicht in Addis. Das weiß ich leider noch nicht. Aber in der Transit Zone des Flughafens in Kairo gibt es zum Glück welches. Dort bin ich nämlich gerade und warte auf meinen Weiterflug. Die Reise bis jetzt war doch ganz schön anstrengend. Mein Zug ging um kurz nach zwei ab mit einstündigem Zwischenstopp auf dem zugigen Essener Bahnhof. Dann war ich so um halb sieben in Frankfurt und konnte erstmal auf meinen Flug warten bis 10 Uhr. Der Flug war dann auch ganz in Ordnung (nach all dem Fliegen mit Ryanair ist man gar nicht an den Komfort der Lufthansa gewöhnt). Auf dem Kairoer Flughafen gings dann aber doch etwas drunter und drüber. Zum einen war das Computerprogramm für die Gepäckabfertigung in Frankfurt kaputt und so hoffe ich momentan noch inbrünstig, dass ich doch noch meine Reisetasche in Addis wiedersehen werde. Jaja, Farina, immer nur positiv denken. Und dann ist hier wohl ein Grippevirus ausgebrochen, dass heißt bei allen Passagieren wurde Fieber gemessen und die Angestellten hier auf dem Flughafen laufen alle mit Chirurgenmasken rum. Irgendwie ist das Personal ziemlich unentspannt und das trägt nicht gerade zu einer angenehmen Wartestimmung bei. Dazu kommt noch, dass hier fast alles männlich ist und die meisten Frauen verschleiert sind – wie es in Egypten zu erwarten ist – ist trotzdem etwas komisch. Naja, es ist hier mittlerweile 18 Uhr und bis zum Boarden sind es „nur“ noch viereinhalb Stunden. Die Zeit kriege ich auch noch rum. So, dass sollte auch nur eine kurze Zwischenmeldung sein – die interessanten Dinge kommen am Freitag oder wann auch immer ich wieder Internetzugang habe ;)

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Aufbruchstimmung

Es ist jetzt Montagabend und ich bin dabei die letzten Kleinigkeiten vor dem Abflug zu erledigen. Wie zum beispiel diesen Blog hier: mein Sprachrohr nach Hause. Am Mittwoch geht’s los. Solangsam bin ich auch schon aufgeregt. Also, bald schon werdet ihr hier über meine ersten Erlebnisse lesen können.

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